David gegen Goliath?

Zum ersten Mal unternimmt der Verkaufsriese Amazon juristische Schritte gegen eine ganze Reihe von Internetseiten, die positive Bewertungen veräußern.

Thomas Wos hält dies durchaus für eine positive Entwicklung. „Bewertungen sind ausschließlich dafür da, dem Kunden den Kauf zu erleichtern. Wenn 20 Personen eine Lampe kaufen und 10 davon eine schlechte Bewertung abgeben, dann ist das eine Warnung für die kommenden Kunden, wenn 15 es tun, sollte kein Abenteurer mehr in den Abgrund springen. Der Verkäufer sollte hier nicht die Möglichkeit haben um sein schlechtes Produkt als gut hinzustellen, dafür wurde E-Marketing nicht ins Leben gerufen.“

Einige Internetseiten haben daraus ein Geschäftsmodell entwickelt. Diese Entwicklung wirft den Onlinehandel in der Entwicklung zurück. Der E-Commerce ist nicht so weit gekommen, um jetzt daran zu scheitern, dass einige Händler keine Skrupel haben ihre Kunden zu betrügen, auch nicht daran, dass die Betrüger ihr Geld damit verdienen und wie es einige Spatzen zwitschern recht gut daran verdienen.

Amazon scheint sich das nicht länger anschauen zu wollen, wenn die eigenen Bewertungssysteme zu stark manipuliert werden, wird die Sache persönlich. Jetzt hat Amazon gegen vier Internetseiten, beim Gericht in Seattle geklagt.

Die Klage geht gegen die Seiten: buyamazonreviews.com, buyreviewsnow.com, buyasonreviews.com und bayreviews.net. Den Betreibern diese Seiten wird nicht „nur“ unlautere Werbung vorgeworfen. In der Klageschrift heißt es: Gefälschte Bewertungen untergraben das Vertrauen des Konsumenten, es ist unerheblich ob diese Bewertungen einen großen oder einen kleinen Anteil der Gesamtbewertung ausmachen.

Mark Collins weiß Amazons Behauptung zurück, seine Seite verkaufe keine Fake-Bewertungen. Die Seite soll nur Händler helfen ehrliche Bewertungen zu bekommen.

Amazon selbst verweigert Kommentare zu den laufenden Verfahren.