Die letzte Hoffnung für Händler?

Die Experten treten als Wahrsager auf, sie sagen das Ende des stationären Handels voraus. Thomas Wos ist sich da uneinig, ja, es gibt viel zu bemängeln, aber den Handel gleich begraben?

Der Handel ist im ewigen Wandel, noch bevor ein Wort dafür existierte, gab es eine fortwährende Veränderung. Nun sind wir an der Stelle angekommen, wo Experten wie Jochen Krisch und Alexander Graf den Rat geben „besser den Laden verkaufen, um wenigstens den Immobilienwert zu retten“. Aber solche Ratschläge sind wir längst gewohnt, aus den verschiedensten Gründen. Die Welt geht unter (Nostradamus), der Mayakalender geht zu Ende (2012) und andere Gelegenheiten. Der Onlinehandel hat Terrain gewonnen, es ist nichts außergewöhnliches, dass mit Zunahme der Onlinekäufe, die Käufe im physischen Läden sich etwas mindern. Aber vor einiger Zeit haben wir auch gelesen, dass der Onlinehandel stagniert. In einem etwas weiter zurückliegender Artikel hieß es, dass der Onlinehandel bald die Höchstgrenze erreichen wird. Was stimmt jetzt?

Der Stationäre und der Onlinehandel sind heute einfach aneinander gebunden, ein guter Händler hat seine Produkte auch online und was noch wichtiger ist, er verlässt sich nicht auf das Wissen von selbst genannte Experten. Der Händler von heute hat zumindest rudimentäre Kenntnisse vom erstellen und pflegen eines Online-Shops. E-Commerce ist zwar die Zukunft, eine Zukunft ohne E-Commerce ist nicht mehr denkbar, aber E-Commerce ist der Begleiter des stationären Handels. Ja, die Rollen werden sich sicher in naher Zukunft vertauschen, womöglich wird der stationäre Handel, der kleine Bruder vom E-Commerce, aber ich würde noch keine Kränze für die Beisetzung des stationären Handels bestellen, und Deutschland wird nicht zu den Ersten gehören, wo der E-Commerce, den stationären Handel zur letzten Ruhestätte geleitet.