Grenzenloser Handel

Der Online Handel soll mittels einer Kartelluntersuchung vereinfacht werden. Zwar nur in Europa, aber immerhin. In etwa die Hälfte der EU-Bevölkerung hat im vergangenen Jahr Käufe in Onlineshops getätigt, die meisten im eigenen Land. Nur 15% der Einkäufer haben einen Shop außerhalb der eigenen Grenzen gewählt. Begründet wird der Einkauf in einheimischen Shops dadurch, dass die ausländischen Sprachen nicht verstanden werden, aber auch die Rechtsysteme und der Wettbewerb, welche als feindlich angesehen werden.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass die EU-Kommission eine Untersuchung im Bereich E-Commerce angeordnet hat. Die in etwa ein Jahr andauernde Untersuchung, soll die Hürden beseitigen, die der Onlinehandel bremst.

Die EU-Kommission hält die Versandkosten, welche für die Lieferung aus dem Ausland, höher ausfallen, für ein relevantes Hindernis. Auch die unterschiedlichen Preise für ein und denselben Artikel stehen auf der Waagschale. Wichtig auch, die Absetzung von Geo-Sperren für den Onlinehandel ist ein wichtiges Thema. Sätze wie „dieses Video ist in ihrer Region nicht freigeschaltet“ könnten bald verschwinden.

Thomas Wos rät „wer jetzt denkt, die Kunden können an das Ausland verloren gehen, sollte eher darüber nachdenken, dass so eine Entwicklung Kunden aus dem Ausland bringt“.