Händler vs. Amazon

Bis jetzt haben sich die Händler, wie der kleine Mogli verhalten, er schaute der Schlange Kaa in die Augen und war unfähig sich zu wehren. Jetzt haben die Händler zum Angriff geblasen. Lokale Online-Marktplätze sollen Alliierte in der Verkaufsrevolution werden. Die Strategie ist einfach, sowohl die Marktplätze als auch die Suchmaschinen arbeiten gemeinsam. Gesuchte Artikel werden in der Nachbarschaft ausfindig gemacht und dem Suchenden gezeigt. Pionier in diesen Kampf in Deutschland ist Wuppertal, die bereits 2014 gemeinsam mit Start-up-Atlanta den regionalen Marktplatz „Online City Wuppertal“ (OCW) ins Leben rief. Mittlerweile präsentieren sich dort 47 Händler, die angebotenen Artikel reichen von: Autoteilen, über Süßwaren bis hin zu Modehändler. Wer etwas sucht, hat gute Chancen fündig zu werden, das Angebot erstreckt sich über 4000 Artikeln, die auf Wunsch noch am selben Tag, genauer gesagt am Abend, zugestellt werden. Das Ziel von solchen Marktplätzen ist leicht erkennbar, kaufen in der Region. Einige gehen einen Schritt weiter, eine Bestellung wird nicht direkt angeboten, das Motto lautet hier „Online-Shoppen im Geschäft kaufen“.

Die Erfinder von OCW räumen aber gleich ein, „Das Projekt steht noch am Anfang. Die Testphase ist nicht abgeschlossen“, wichtiger Punkt, die Schulung der Händler. Obwohl das Projekt mittlerweile bundesweite Beachtung erlangte, bleiben die Bestellungen im zweistelligen Bereich. Thomas Wos rät einen Blick auf yandex.ru zu werfen: „Yandex Marktplatz macht es eigentlich vor, wie eine Suchmaschine beim Einkauf das Local Marketing nutzen kann. Bei Yandex wird immer gezeigt, wo man ein Produkt in der Nähe direkt kaufen könnte“.