Ins Ausland expandieren

Der Spruch, „Die Welt ist ein Dorf“ hat mit dem Internet an Aussagekraft gewonnen. Internationalisierung wird von Tag zu Tag zum wichtigsten Thema. Zahlreiche deutsche E-Commerce-Händler sind dabei zu expandieren. Erstes Ziel – unsere europäischen Nachbarn, aber dann, dann sind uns keine Grenzen mehr gesetzt. Thomas Wos meint „diese abenteuerlustigen Händler tun gut daran, sich den Zielmarkt unter das Mikroskop zu legen.“ Seinen stationären Laden jetzt in die Weiten des WWWs vertreten! Zum Beispiel ein Shop für Küchengeräte, irgendwo im Zentrum von Düsseldorf. Überall werden jetzt Küchengeräte aus diesen kleinen aber feinen Geschäft angeboten. Leider auch in Spanien. Der Sprache nicht mächtig, geriet unser Händler an ein sehr anstrengendes Publikum. Grund des Disputs, die Lieferfristen. Der Versand benötigt vierzehn Tage, die Kunden weigern sich dies zu verstehen. Weil die Ware nicht innerhalb von vierundzwanzig Stunden am Zielort war, stornierten diese neu gewonnenen Kunden die Bestellungen. Weil die Ware schon unterwegs war, kamen noch Streitigkeiten wegen der Rückerstattung der Kaufsumme plus die Kosten für die Rücksendung der Ware. Das war in November, die Anwälte verhandeln immer noch. Keiner der Kunden hat trotz Übersetzer (Muttersprachler) verstehen wollen, warum die Ware nicht innerhalb von vierundzwanzig Stunden bei Ihnen war. Jedes Land hat seine eigenen Erwartungen, es ist gut zu wissen, worauf Sie sich einlassen bei Geschäften außerhalb Deutschlands. Sie möchten Geld verdienen, nicht welches ausgeben.